
Nach dem gewonnenen Bundesligaspieltag gegen Hannover ging es am Morgen des Rosenmontags für uns Richtung Polen zur Europaqualifikation des Thomas-Uber-Cups.
Hotel und Halle waren besser als erwartet und wir konnten unsere drei Gruppenspiele gegen Bulgarien, Tschechien und Schottland souverän und ohne große Probleme gewinnen.
Freitags kam mit Russland im Viertelfinale der erste richtige Härtetest und es war das erwartet schwierige Spiel. Leider fiel Dieter Domke mit einem Infekt aus, so dass Russland leicht favorisiert war.
Ich konnte mein Einzel gegen Russland relativ ungefährdet gewinnen und auch das zweite Einzel ging denkbar knapp in zwei Sätzen an Deutschland. Leider konnte Fabian Hammes im dritten Einzel gegen den stark aufspielenden Russen Phukov nichts ausrichten und auch das erste Doppel der Russen war an diesem Tag zu stark für Kindervater/ Fuchs.
Somit wurde das zweite Herrendoppel zum entscheidenden Spiel und nach verlorenem ersten Satz und einem 5 Punkte Rückstand im zweiten Satz sah es nicht gut aus für uns. Doch Hopp/ Schöttler fanden immer besser ins Spiel und nach knapp gewonnenem zweiten Satz ließen sie sich den Wind nicht mehr aus den Segeln nehmen. Der Jubel über das Erreichen des Halbfinales war natürlich riesengroß, aber noch waren wir nicht für die Thomas-Cup Endrunde in Malaysia qualifiziert.
Im Halbfinale gegen Dänemark am Samstag konnten wir leider nicht zu viel ausrichten. Ich war mental nach einer langen Woche etwas erschöpft und auch eher auf das entscheidende Spiel am Sonntag konzentriert. Somit verlor ich sehr deutlich gegen einen ausgeruhten Peter Gade, der erst freitags nach Polen eingeflogen wurde. Auch Marcel Reuter im zweiten Einzel und Kindervater / Fuchs im ersten Herrendoppel konnten leider keinen Satz gewinnen, spielten aber ein sehr hohes Level und konnten die Spiele sehr lange offen halten.
Da sich nur die besten drei Teams für die Endrunde in Malaysia qualifizieren, mussten wir sonntags gegen die Ukraine nochmals alle Kräfte mobilisieren. Ich konnte mein Einzel in zwei Sätzen gewinnen, doch richtig zufrieden war ich mit meiner Vorstellung nicht. Ich war eigentlich immer überlegen doch machte am Ende des zweiten Satzes "den Sack nicht zu" und ließ meinen Gegner wieder ins Spiel kommen. So wurde der zweite Satz doch noch eng aber mit glücklichem Ausgang für mich. Dieter Domke kämpfte, immer noch angeschlagen, bis zum Umfallen im zweiten Herreneinzel, verlor dieses jedoch leider knapp in drei Sätzen. Marcel Reuter spielte ein gigantisches drittes Herreneinzel und verzockte seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst. Nun fehlte uns nur noch ein gewonnenes Spiel und direkt das zweite Herrendoppel entschied die Begegnung für uns. Trotz etwas nervösem und holprigem Start im ersten Satz kämpften sich Hopp / Schöttler ins Spiel und gewannen dieses in drei Sätzen. Somit ist Deutschland wieder für die Thomas-Cup Endrunde qualifiziert und wir freuen uns sehr auf dieses Ereigniss im Mai.
Auch die Damen spielten ein super Turnier und konnten überzeugend die Bronzemedaille gewinnen und sich somit das Ticket nach Malaysia lösen.
Ich werde versuchen in den nächsten Tagen ein paar Spielszenen online zu stellen, ihr findet die Videos wie gewohnt unter Multimedia.
Außerdem findet ihr dort unter Printmedien das ihm Rahmen der Deutschen Meisterschaften erschienene große Portrait in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, welchen ihr als PDF-Datei anschauen könnt.
Wir konnten erst am gestrigen Montag unsere Heimreise antreten und ich muss sagen, dass so eine nervenaufreibende Woche mit 6 Spielen schon sehr an den Kräften zehrt. Doch Zeit zum Verschnaufen ist leider nicht, da dieses Wochenende der alles entscheidende Bundesliga Doppelspieltag gegen Bischmisheim und Berlin ansteht und nächste Woche die German Open in Mühlheim beginnen. Ich bin etwas unzufrieden mit meiner schweren Auslosung, hoffe aber nächste Woche in Mühlheim wieder vollkommen fit zu sein und auf heimischen Boden weit zu kommen.
Sehr überraschend kam heute Morgen für mich die Nachricht, dass der FC Langenfeld sein Team aus der ersten Bundesliga zurückzieht. Es ist sicherlich ein großer Verlust für die Liga und insbesondere für uns Beueler, da wegen der Rivalität und der Spannung in den "Lokalderbys"
es immer sehr besondere Begegnungen waren.
Besonders leid tut mir das zu schnelle und zu plötzliche Karriereende für Björn Joppien, dem ich und ganz Badmintondeutschland sehr, sehr viel zu verdanken haben. Ich kann sagen, dass mir die unzähligen Tage und Wochen in gemeinsamen Doppelzimmern mit ihm eine Menge geholfen haben mich zu verbessern , weil er mit seiner Professionalität und seiner Erfahrung immer ein großes Vorbild war! Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute für die Zukunft mit seiner Familie und hoffe, dass er bald wieder komplett gesund ist und seine Erfahrungen an die Jugendlichen seines Vereins weitergeben kann, so dass der FC Langenfeld in Zukunft wieder mit vielen Eigengewächsen in der ersten Liga vertreten ist.
Marc Zwiebler hat die Scotland International gewonnen. Mit sechs Siegen in vier Tagen holte sich der YONEX-Vertragsspieler nach den Belgian International bereits den zweiten Turniersieg dieser Saison. "Nachdem ich mir…