
Nachdem ich am Mittwoch einen wunderschönen und interessanten Tag bei der Lufthansa als Förderer der Deutschen Sporthilfe verbrachte, flog ich am Donnerstag nach Stockholm.
Das Teilnehmerfeld war, für ein International Series Turnier, hochkarätig besetzt, so dass ich mir auf den ersten Blick nicht zu viel erhoffte.
Die Halle in Stockholm Täby ist aufgrund der Akkustik, dem Wind und den Lichtverhältnissen relativ schwer zu spielen. So fiel es mir auch in den ersten Spielen sehr schwer mich einzufinden.
Nach, mehr oder weniger, schadlos überstandenen zwei Runden spielte ich im Viertelfinale schon um einiges besser als am Tag zuvor. So konnte ich in 2 Sätzen gewinnen und musste Samstags abends gegen Peter Mikkelsen aus Dänemark, gegen den ich zuvor in Irland noch verloren hatte. Der ertse Satz war hart umkämpft, doch nachdem ich diesen gewann war sein Wille ein wenig gebrochen und ich hatte einige Male etwas Glück.
So stand ich nach einem Zweisatzsieg gegen Mikkelsen mal wieder im Finale. Und wieder gegen einen Dänen.
Mein Gegner war Jan O. Jörgensen, der, nachdem er im letzten Jahr bei den dänischen Meisterschaften einen Satz gegen Peter Gade gewinnen konnte, als grösstes dänisches Talent gehandelt wird.
Ich spielte wahrlich nicht mein bestes Badminton, aber es reichte zum Schluss dann doch. Der erste Satz war eigentlich klar, im zweiten Satz brauchte ich vier Matchbälle um meinen fünften Turniersieg in wenigen Monaten zu erringen.
Auch wenn nicht alles optimal lief, so kann ich doch einiges aus diesem Turnier lernen. Und zwar das man sich einfach durchkämpfen muss wenn man mal keinen guten Tag hat und das ich, trotz allem, gegen jeden Dänen (ausser den großen Zwei) eine gute Chance habe. Immerhin habe ich fünf Dänen hintereinander ausgeschaltet.
Aber es bleibt keine Zeit um lange zurückzublicken, da diesen Donnerstag schon die Deutschen Meisterschaften in Bielefeld beginnen.
Dieses Turnier ist immer ein schwieriges für mich. Besonders wegen meiner Erfolge der letzten Monate ist die Erwartungshaltung natürlich ziemlich gross. Schwer wird es für mich aber vermutlich schon im Viertelfinale gegen Sven-Eric Kastens werden. In einem möglichen Halbfinale würde ich dann wahrscheinlich gegen Dieter Domke spielen.
Obwohl ich Schweden schon etwas in den Knochen habe, werde ich versuchen am Donnerstag wieder fit zu sein und mein Bestes geben, um den Titelgewinn von 2005 zu wiederholen.
Ich bin mir sicher die Deutschen werden dieses Jahr eine spannende Angelegenheit werden und viele von euch als Zuschauer dort zu sehen.
Bis dann, drückt mir die Daumen!
Marc Zwiebler hat bei der Deutschen Badminton-Meisterschaft in Bielefeld seinen sechsten Titel gewonnen. Mit 21:12, 21:23 und 21:15 besiegte er Dieter Domke. 69 Minuten musste Marc Zwiebler kämpfen. Dieter Domke…